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Ein unvergessliches Erlebnis!


FreiNacht mit FreiPass an der Grossen Scheidegg,
10. / 11. Juni 2006: Bericht einer Teilnehmerin

Samstagmorgen, 11.31 Uhr, Abfahrt nach Interlaken–Brienz. Soweit sicher nichts Umwerfendes! Doch das Ziel war die Grosse Scheidegg in zwei Etappen, und das Ganze mit dem Velo. Dazu darf erwähnt werden, dass sich die meisten der Teilnehmenden nicht kannten!



Nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt und die Regeln, Tipps und Tagesablauf von den Organisatoren Simon Bischof und René Lüthi angehört hatten, pedalten wir los Richtung Grosse Scheidegg.
Brienz–Meiringen–Reichenbachfälle war die erste Etappe. Für mich bis hierhin noch kein Problem. Die Möglichkeit, mit der Bahn eine Höhendifferenz von ca. 250 Metern zu überwinden, schien für mich nicht nötig. Die Natur lehrte mich mehr! Innert kürzester Zeit wurde mein Drahtesel von mir geschoben. Dies gefiel ihm so gut, dass ich mich bald einmal verwünscht habe, das Angebot der
Bahn nicht genutzt zu haben.
Aber wie dem auch sei, der aufmunternde Applaus der VorstramplerInnen beim Eintreffen bei der Zwischenverpflegung brachte mir die nötige Energie, um weiter zu strampeln / schieben.






Was sich auch bei der kommenden Etappe auszahlte. Das Pedalen fiel mir für die Schlussetappe des ersten Tages nicht mehr schwer. Ich fühlte mich gut und zufrieden.



In der Naturfreundehütte Reutsperre (1'272 m.ü.M) genossen wir einen herrlichen und währschaften z’Nacht. Braten, Kartoffelstock und Gemüse, abgerundet mit einer feinen gebrannten Crème, füllten unsere hungrigen Bäuche.






Am nächsten Tag nahmen wir den letzten Teil Richtung Grosse Scheidegg unter die Räder! Der Anfang war nicht schlecht. Nach dem ersten Drittel aber kam die unerbitterliche Steigung! Mein Drahtesel liess sich wieder verwöhnen! I ha gstoose u gstoose u gstoose u gstoose, aber nöd bis obe us!






Nach dem wahrhaftig nicht einfachen Teil liess sich mein Velo wieder führen. Pedal um Pedal, Meter um Meter, Schweisstropfen um Schweisstropfen kam ich auf der Grossen Scheidegg ans Ziel. Ich fühlte mich unheimlich stolz! Den ersten Pass in meinem Leben habe ich geschafft!





Die Aussicht, das Erlebte, das Mittagessen, einfach alles – es war wunderbar!

Nach einem gemütlichen Höck trennte sich die Gruppe wieder. Die Verabschiedung war, im Gegensatz zur Begrüssung, viel stimmungsvoller. Wir kannten uns noch keine 24 Stunden und hatten doch das Gefühl, KameradInnenen zu verabschieden, die wir seit Jahren kennen.



Die Abfahrt genoss ich mit einem stolzen Gefühl, einer grossen Erleichterung. Kein Gedanke mehr, ob die Turnschuhe mit Wanderschuhen ausgetauscht werden sollten oder nicht.
Es war einfach wunderbar!

Neugierig? www.freipass.ch, die Adresse, die Spannung bringt!

Viel Spass
Karin Räz
IG Velo ThunFotos © by FreiPass