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Pragel(s)pass!

Mit FreiPass und Flyer über den Pragelpass, am
10. Juni 2007:
Bericht einer Teilnehmerin

Was vor ein paar Jahren noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre, wurde am letzten Sonntag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zum ersten Mal in meinem Leben fuhr ich mit dem Velo auf einen Schweizer Pass hinauf und wieder hinunter. Über zwanzig Kilometer galt es innerhalb von drei Stunden zu bewältigen, bergauf wohl bemerkt, mit einem Höhenunterschied von über 1000 Metern! Ich bin weder Radprofi, noch war ich gedopt, noch bin ich besonders sportlich. Wo also ist der Haken?

Der Verein FreiPass und die Firma Biketec AG machten es möglich. „Flyer“ heissen sie, diese schicken Elektrovelos, welche die eigene Muskelkraft um 50% steigern. Und so fühlt es sich auch an, wenn man lächelnd den Berg hinauf fliegt: Flyer verleiht Flügel. So staunten nicht nur die Kühe bei dem ungewöhnlichen Tempo, welches ich an den Tag legte, auch die herkömmlichen Radfahrer sahen mich meist nur von hinten, und fanden dies nicht immer zum Lachen. „Doping fürs Velo“, und so Ähnliches bekam ich unterwegs zu hören.





Der Spass begann am Morgen am Bahnhof Glarus, wo sich FreiPass–Mitglieder und –Sympathisanten aus allen Ecken der Schweiz einfanden, um dem wunderschönen Pragelpass die Ehre zu erweisen. Nach einer kurzen Begrüssung durch den FreiPass–Präsidenten Simon Bischof und einem Flyer–Crashkurs durch Simon Brülisauer von der Firma Biketec nahmen wir die erste Etappe der Tour in Angriff. Die Sportlichen unter uns ohne, die Anderen mit Flyer.






Nach der anfänglich ruppigen Steigung bis zum Klöntalersee folgte eine wunderschöne Strecke entlang dieses malerischen Sees. Die Muskeln aller Beteiligten – denn Flyer schützt vor Schwitzen nicht – waren nun aufgewärmt und wir konnten die nächste Etappe gleich doppelt geniessen: ab Richisau war die Passstrasse für den motorisierten Verkehr gesperrt. Auch die wenigen motorisierten Schwarzfahrer, welche trotzdem unterwegs waren, vermochten unseren Genuss nicht zu schmälern.







Am Mittag erreichten wir die wunderschöne Passhöhe des Pragels. Die Flyer-Benutzer zuerst, dicht gefolgt von den „echten“ Radfahrern. „Chapeau!“, kann ich da nur sagen.













Nach einer bodenständigen Verköstigung im Restaurant Pragelpasshöhe erwartete uns ein weiteres Highlight, die Abfahrt ins Muotatal. Der Wind wehte uns auch hier um die Ohren, diesmal nicht wegen den Flyern, sondern wegen dem Gefälle von 18%! Ein echtes Gaudi für Geschwindigkeits-Liebhaber.






Noch bevor die ersten Regentropfen uns erreichten, trafen wir am Nachmittag im Bahnhof Schwyz ein, wo wir unsere Flyer wieder abgeben mussten. Schade, ich hatte mich schon daran gewöhnt. Bleibt nur zu hoffen, dass FreiPass und Biketec auch in Zukunft wieder zusammenspannen, um textschwarzsterblichen wie mir den Genuss einer Passüberquerung zu ermöglichen.
Herzlichen Dank!

Irene Mazza, 12.06.2007

Ein spezieller Dank der Netzmeisterin an Simon Brülisauer: Sogar der Extrawunsch nach Klick-Pedalen wurde – obwohl unangemeldet – erfüllt!

Fotos © by FreiPass